Alterungseffekte von Meterware

MD ELEKTRONIK referierte bei internationalem Bordnetz-Kongress in Ludwigsburg

 

Wie sieht die Zukunft automobiler Bordnetze aus? Welche Anforderungen und Megatrends sind zu erwarten? Diese und viele weitere Fragen waren Themen des „7. Internationalen Fachkongress – Bordnetze im Automobil“, der Mitte März 2018 in Ludwigsburg stattfand. Neben zahlreichen anderen Vorträgen hochkarätiger Referenten der Automobilwirtschaft stellte Johannes Trä, Director Development bei MD ELEKTRONIK, im Rahmen des jährlichen Branchentreffs die Erkenntnisse zur „Alterung für Meterware von Ethernet Applikationen“ vor. 


Stetig steigende Datenraten 

Connectivity zählt zu den wichtigsten Megatrends der Automobilindustrie. Für eine sichere Umsetzung bedarf es dabei einer leistungsstarken und zuverlässigen Vernetzung. „Die zukünftige E/E-Fahrzeugarchitektur benötigt Bussysteme mit deutlichen höheren Datenraten, als diese heutzutage verfügbar sind“, betonte Johannes Trä in seinem Vortrag. „Für hochauflösende Bildschirme und Kamerasysteme werden jetzt bereits Datenraten notwendig, wie sie nur mit Gigabit-Ethernet möglich sind, zukünftige Backbones im Fahrzeugen werden nochmals steigende Datenraten benötigen.“ Die dafür notwendigen Leitungen wurden bei MD ELEKTRONIK untersucht. 


Gewinnbringende Erkenntnisse 

Die vorgestellten Erkenntnisse und Lösungen wurden im Rahmen einer Untersuchung von ungeschirmten (UTP) und geschirmten Leitungen (STP) für Automotive Ethernet auf ihre HF- und EMV-Eigenschaften wie z.B. Einfüge- oder Schirmdämpfung gewonnen. „Geschirmte Leitungen sind kaum anfällig für Hochfrequenz-Alterungseffekte durch chemische Reaktionen, ein Folienschirm wiederum kann sehr stark altern, wie Biegetests in unserem akkreditierten Prüflabor gezeigt haben. Wir verlieren somit die Hochfrequenz-Performance, wenn solche Effekte über das Fahrzeugleben auftreten.“, so eines der Ergebnisse, die Johannes Trä vorstellte. Es braucht neue Lösungen wie z.B. spezielle Koax-Leitungen oder geschirmte, paarweise Leitungen, um die Sicherheit der elektronischen Bordsysteme gewährleisten zu können. 


Der Ausblick auf mögliche Alternativen und ein Status zur Spezifizierung des zukünftigen MultiGig Ethernet rundeten den gelungenen Vortrag ab und ermöglichten dem fachkundigen Publikum wertvolle Einblicke in die Entwicklungs- und Leistungsumfänge von MD ELEKTRONIK. „Für unsere Ausarbeitung erhielten wir ein durchweg positives Feedback“, freute sich Johannes Trä. Gerd Mittermaier, Global Vice President Research & Development bei MD ELEKTRONIK, zeigte sich ebenfalls zufrieden: „Eine zuverlässige Vernetzung ist ein entscheidender Faktor für die zunehmende Digitalisierung der Mobilität, die wir mit unseren Leistungsumfängen ermöglichen. Im Zuge der Funktionalen Sicherheit (FuSi) tritt zudem eine Langzeitbetrachtung der Funktionalität ebenfalls immer mehr in den Vordergrund. Die positive Resonanz des Fachpublikums zeigt, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind und den Zahn der Zeit getroffen haben."